Kanzleizukunft sichern mit INQA-Coaching: Wie Steuerkanzleien gezielt von staatlich geförderter Beratung profitieren

Die Bundessteuerberaterkammer hat mit ihrem Thesenpapier „Steuerberatung 2020“ früh deutlich gemacht, dass Kanzleien sich den verändernden Marktbedingungen stellen müssen und über die Veränderungsnotwendigkeit, die Veränderungsmöglichkeiten und die Handlungsfelder informiert. Orientierung boten hierbei die folgenden Gestaltungsfelder:

  • Attraktiver Arbeitgeber
  • Attraktiver Problemlöser
  • Attraktive Selbstständigkeit

Gestaltungsfelder, die nichts an Aktualität eingebüßt haben: Die aktuelle Situation in der Branche ist gezeichnet vom Fachkräftemangel, einer hohen Arbeitsbelastung, zunehmender Digitalisierung – die der Mandant manchmal nicht mitgehen mag – und ständigem Termin- und Fristendruck. Zudem geraten Renditen aufgrund von steigenden Personalkosten unter Druck.  

Was bewegt Kanzleien aktuell besonders?

Konkrete Aussagen von Kanzleiinhabern aus persönlichen Begegnungen der letzten Monate, beschreiben die Situation mit folgenden Worten:

  • „Die permanenten gesetzlichen und technischen Veränderungen bringen uns an unsere Belastungsgrenzen.“
  • „Wir kommen beim Thema Digitalisierung nicht richtig voran.“
  • „Digitalisierung und Automatisierung bedrohen unser klassisches Geschäftsmodell“

Die Engstelle, um notwendige Veränderungen auf den Weg zu bringen, liegt in der Regel auf seiten der Kanzleileitung. Es ist jedoch zu beobachten, dass viele Mitarbeitende sich eine aktive Mitgestaltung und Beteiligung, anstelle von starren Hierarchien, wünschen. Und genau hier setzt das INQA-Coaching an – ein vom Bundesarbeitsministerium geförderter Coachingprozess, der kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützt, das eigene Arbeitsumfeld zukunftsfähig zu gestalten.

Was bedeutet INQA-Coaching konkret und welche Effekte lassen sich erzielen?

INQA steht für „Initiative Neue Qualität der Arbeit“. Das Coaching richtet sich an Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeitenden. Das INQA-Coaching wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit bis zu 80 % Zuschuss gefördert – bis zu 12.000 Euro Netto-Gesamtvolumen. Im Gegenzug müssen geförderte Unternehmen bereit sein, ihre Arbeitsorganisation gemeinsam mit ihrem Team weiterzuentwickeln – und hierfür auch die zeitlichen Ressourcen zur Verfügung stellen. Im Kern geht es darum die eigene Veränderungskompetenz zu stärken und eine „organisationale Resilienz“ – übrigens aktueller Förderschwerpunkt von INQA – zu schaffen.

Typische Themen, bei denen ich Steuerberatungskanzleien begleite:

  • Entwicklung Digitalisierungsstrategie und Umsetzungsfahrplan mit Kanzleileitung und Mitarbeitern
  • Geschäftsmodell-Analyse und Entwicklung neuer (digitaler) Produkte & Services
  • Optimierung der internen Kommunikation und Zusammenarbeit
  • Begleitung bei der Digitalisierung von Arbeitsprozessen und Dokumentation im QM-System (z.B. DATEV ProCheck)
  • Stärkung von Selbstorganisation und Verantwortungsbewusstsein im Team

Auf der Internetseite von INQA werden diverse Praxisbeispiele von Unternehmen vorgestellt, die das INQA-Coaching durchlaufen haben.  So berichtet dort die Dresdner Steuerberatungsgesellschaft Cintinus über ihr INQA-Projekt zur „Digitalisierung der Prozesse“.Steuerberatung Cintinus: Digitalisierung der Arbeitsprozesse – INQA.de

Aber auch andere Handlungsfelder wie bspw. das Thema Führung – lassen sich mit einem INQA-Coaching bearbeiten. Insgesamt zahlt ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt auf alle Kernfelder von „Steuerberatung 2020“ – einer Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber, als Problemlöser und der Selbstständigkeit – ein.

INQA-Coaching auch als Vorbereitung auf eine erfolgreiche Kanzleinachfolge nutzbar

Und auch die Attraktivität sowie der Wert der Kanzlei wird massiv beeinflusst. Dies ist umso wichtiger, da aufgrund des demografischen Wandels in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Kanzleien eine Nachfolgeregelung anstreben werden. Moderne, tragfähige Strukturen, transparente und digitale Abläufe und ein modernes, zeitgemäßes Arbeitsumfeld sind heute Grundvoraussetzungen, um überhaupt einen Nachfolger zu finden und hierbei einen akzeptablen Preis für das eigene Lebenswerk zu realisieren.

Wie ist der Ablauf beim INQA-Coaching?

Der Regelfall ist, dass es vorgelagerte Gespräche zwischen einem INQA-Coach und dem betroffenen Unternehmen gibt, in dem die Förderfähigkeit und mögliche Handlungsfelder geklärt werden.

Im nächsten Schritt folgt eine INQA-Erstberatung mit einer regionalen INQA-Beratungsstelle (IBS). Diese entscheidet, ob das geplante Projekt gefördert wird. Nach Beantragung des Unternehmens über das Förderportal Z-EU-S wird dann der Beratungsscheck erteilt und das Projekt kann starten.

Das Projekt selbst gliedert sich in die Initial-, Innovations- und Lernphase. Die Inhalte der einzelnen Phase sind in der nachstehenden Übersicht exemplarisch aufgeführt.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite von INQA. Informationen für KMU – INQA.de

Fazit: Jetzt handeln – für die Zukunft der Kanzlei

Die Herausforderungen für Steuerberatungskanzleien sind klar benannt und es wird  deutlich, dass Stillstand keine Option ist.

Das INQA-Coaching bietet Steuerberatungskanzleien die Möglichkeit, mit staatlich geförderter Unterstützung gezielt an Ihrer Weiterentwicklung zu arbeiten – gemeinsam mit dem Team, praxisnah und auf die individuelle Kanzleistruktur abgestimmt. Ob Digitalisierung, Geschäftsmodellentwicklung, Kommunikation, Führung oder Nachfolgeplanung: Das INQA-Coaching schafft Struktur, Beteiligung und Perspektive.

Investieren Sie in die eigene Veränderungskompetenz und sichern Sie so nicht nur die eigene Wettbewerbsfähigkeit, sondern steigern Sie auch die Attraktivität für Fachkräfte und potenzielle Nachfolger.


Über format C: consulting

Wir von format C: consulting stehen – analog zu dem Betriebssystembefehl zur Bereinigung und Neuformatierung einer Festplatte – für einen Neustart Ihrer Kanzlei. Unser Ziel ist es, Ihr Unternehmen, unter Berücksichtigung der technischen und gesellschaftlichen Veränderungen, erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Getreu unserem Motto: „Gut aufgestellt in digitalen Zeiten“

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